Valletta Cruise Port: Die Shore-to-Ship-Technologie
Das wachsende Augenmerk auf Nachhaltigkeit und die Reduzierung von Treibhausgasemissionen hat den maritimen Sektor dazu angestoßen, innovative Lösungen zu finden, um Hafenoperationen umweltfreundlicher zu gestalten. In diesem Kontext stellte die kürzlich abgehaltene Konferenz „Decarbonising the Future Shore to Ship Leadership“ in der Magazino Hall von Valletta Cruise Port plc einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft des nachhaltigen Kreuzfahrt-Tourismus dar.
Als integraler Bestandteil von Maltes Engagement für Nachhaltigkeit hat das Grand Harbour Clean Air Project eine hochmoderne Landstromtechnologie eingeführt, die als shore-to-ship bekannt ist. Dieses System ermöglicht es Kreuzfahrtschiffen, ihre Dieselmotoren während des Anlegens auszuschalten und stattdessen direkt mit Strom aus dem nationalen Stromnetz versorgt zu werden. Eine Lösung, die nicht nur die Treibhausgas- und Luftverschmutzungsemissionen signifikant reduziert, sondern auch die Luftqualität und Energieeffizienz in den Häfen verbessert.
Decarbonising the Future Shore to Ship Leadership (2)
Malta hebt sich als erstes europäisches Land hervor, das das shore-to-ship-Stromversorgungssystem für bis zu fünf Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig implementiert und sich somit als Vorreiter im Sektor positioniert. Mit diesem Fortschritt bereitet sich der Grand Harbour von Malta darauf vor, ein Vorbild für Nachhaltigkeit zu werden, indem er Standards für umweltfreundlichere Hafenoperationen setzt und zur Erreichung internationaler Klimaziele beiträgt.
Mark Cauchi Garzia, stellvertretender Geschäftsführer und Leiter der Operationen und Projekte von Valletta Cruise Port, erläuterte die Bedeutung dieses Projekts innerhalb der globalen Strategie zur Reduktion von Emissionen im Kreuzfahrtsektor. Als Teil von Global Ports Holding, einem der größten Betreiber von Kreuzfahrthäfen weltweit, war der Hafen von Valletta der erste im Mittelmeerraum, der das Landstromsystem für den gesamten Hafenbereich einführte.
Decarbonising the Future Shore to Ship Leadership (2)
Cauchi Garzia betonte, dass das Landstromprojekt perfekt in den Kontext internationaler Emissionsreduktionsrichtlinien passt, wie sie in der IMO-Strategie 2023 zur Reduktion von Treibhausgasemissionen festgelegt sind. Außerdem hob er hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien – einschließlich lokaler Behörden, Reedereien und Energieversorger – für den Erfolg des Projekts war. Kommunikation, Kooperation und Schulung bleiben entscheidende Elemente, um eine kontinuierliche Verbesserung der Operationen zu gewährleisten und mögliche Herausforderungen bei der Umsetzung ähnlicher Lösungen zu überwinden.
Die Einführung der shore-to-ship-Technologie im Hafen von Valletta stellt nur einen ersten Schritt in eine Zukunft dar, in der Hafenoperationen immer nachhaltiger werden. Die Möglichkeit, Schiffe umweltfreundlich mit Strom zu versorgen, wenn sie im Hafen liegen, reduziert die Umweltauswirkungen von Kreuzfahrten und positioniert Malta als Vorreiter im Mittelmeerraum bei der Umstellung auf einen dekarbonisierten maritimen Sektor.
Die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen seitens des Kreuzfahrtmarktes und der Hafenbehörden macht die Einführung von Technologien wie dieser unerlässlich. Die Herausforderung für die Zukunft wird darin bestehen, sicherzustellen, dass diese Innovation auch in anderen Häfen weltweit nachgeahmt werden kann, durch die kontinuierliche Entwicklung von Technologien und Betriebspraktiken, die den Bedürfnissen eines verantwortungsbewussten und umweltfreundlichen Tourismus gerecht werden.
Valletta Cruise Port
Das shore-to-ship-Projekt im Hafen von Valletta ist nicht nur eine Antwort auf die ökologischen Herausforderungen, sondern auch ein konkretes Beispiel dafür, wie technologische Innovation und intersektorale Zusammenarbeit zu einer nachhaltigeren Zukunft für die Kreuzfahrtbranche beitragen können. Die Einführung dieser Technologien wird für alle Akteure im Sektor von entscheidender Bedeutung, da sich die weltweite Kreuzfahrtlandschaft zunehmend auf Ziele wie Null-Emissionen und immer umweltfreundlichere Operationen ausrichtet. Das Engagement von Malta ist ein positives Signal für die gesamte Branche und bestätigt die Bedeutung des Übergangs zu grüneren und verantwortungsbewussteren Lösungen.
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